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Die Pflanzen des Monats August
Bei Hortensien denkt man schnell an rosa, blaue
oder weiße Blütenbälle, aber es gibt auch noch
ganz andere Typen. Zum Beispiel solche mit
kerzen- oder traubenförmigen Blütenständen und
tellerförmige mit randständigen Einzelblüten … .
Hortensien sind als Garten- und Topfpflanze
aber nicht nur wegen ihrer reichen Blüte sehr
gefragt, sondern auch, weil sie pflegeleicht
sind – wenn man ein paar Grundregeln beachtet.
Starke Trinker
Die meisten
Hortensienarten bevorzugen leicht kalkhaltigen,
humusreichen Boden mit ausreichend Bodenfeuchte.
In dem botanischen Namen der Hortensien –
Hydrangea – ist deren großer Wasserbedarf
ausgedrückt: das Wort stammt aus dem
Griechischen und bedeutet „Wasserschlürferin“.
Sie verdunsten viel Wasser über ihre großen
Blätter und mögen Trockenheit gar nicht!
Besonders wenn sie in Töpfen stehen ist eine
regelmäßige und reichliche Wassergabe wichtig.
Dafür allerdings bedanken sie sich dann mit
üppigem Wuchs und reicher Blüte. Wer die
Möglichkeit hat, Regenwasser zu sammeln, tut
seinen Hortensien und sich etwas Gutes, denn das
schlürfen sie am liebsten.
Bestens
bekannte Bauernhortensie
Die bekannteste
ist die Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla).
Sie ist ein einfacher Strauch mit großen,
sattgrünen Blättern und blüht im Spätsommer in
den verschiedensten Blütenfarben von pastelligen
Tönen bis zu strahlendem Weiß, von knalligem Rot
oder Pink bis zu dunklem Blau und Violett.
Hydrangea macrophylla fühlt sich in der
Sonne wie im Halbschatten wohl, solange sie
nicht zu trockenen Boden hat. Bauernhortensien
blühen am einjährigen Holz, das heißt, an den
Zweigen, die im Vorjahr gewachsen sind. Deshalb
sollte man sie nicht zurückschneiden – wenn es
aber der Größe wegen notwendig ist, empfiehlt
sich eine schrittweise Vorgehensweise:
Schneiden Sie nur jeden zweiten Trieb zurück
und im nächsten Jahr die Stehengebliebenen. Die
Bauernhortensie blüht meist monatelang, denn
ihre Blüten fallen nicht ab - auch im trockenen
Zustand sind sie noch attraktiv.
Back to
Blue
Wer eine blaue Gartenhortensie kauft
und in den Garten pflanzt, wundert sich, wenn
sie einige Jahre später rosa blüht. Der Grund
für dieses Phänomen ist der Farbstoff
Delphinidin in den Blüten, der in Abhängigkeit
vom Säuregrad des Bodens unterschiedliche Farben
annimmt: Blau in sauren Böden und Rot in
kalkhaltigen Böden. Mit einer speziellen Düngung
kann man eine rosafarbene Bauernhortensie wieder
blau färben. Im Gartenfachhandel gibt es dafür
speziellen Hortensiendünger. Weiße Sorten
verändern ihre Blütenfarbe allerdings nicht.
Die wunderbare Annabelle
Eine der
wenigen Hortensien, die man mit Namen kennt, ist
die ´Annabelle`, eine Sorte der Waldhortensie,
auch Baumhortensie (Hydrangea arborescens)
genannt. Deren bis zu 25 Zentimeter großen,
cremefarbenen Blütenkugeln zeigen sich von Juli
bis September. Sehr schön sind auch ihre
Blätter: Sie sind recht groß, dabei aber
dünn, so dass das Sonnenlicht durch das Laub
hindurch schimmert. Im Unterschied zu den
Bauernhortensien verträgt die Annabelle Rückschnitt gut, er wird sogar empfohlen, um die
Pflanze kompakt zu halten. Auf den kräftigen
Trieben einer solchen Pflanze können sich mehr
Blütenbälle halten und eine reich blühende
Annabelle von 1,5 Metern Höhe ist im Garten ein
echter Hingucker!
Auch die noch:
Rispenhortensien
Die Rispenhortensie
(Hydrangea paniculata) wird etwa zwei Meter
hoch, kann aber durch regelmäßigen Schnitt auch
als kleiner Busch oder sogar als Miniaturbaum
erzogen werden. Sie blüht im Hochsommer in
fliederartigen weißen Rispen, die zart duften.
Beim Verblühen verfärben sich die Blüten der
Rispenhortensie rosa und schmücken die Pflanze
bis in den späten Herbst. Sie stellt keine
besonderen Ansprüche an den Boden und kommt
sogar besser als ihre Verwandten mit Trockenheit
und Frost aus – für den pflegeleichten Garten
eine Empfehlung. |
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