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Staude des Jahres 2018
Den Taglilien scheint das Wissen um die
eigene Schönheit eine wunderbare Gelassenheit
zu verleihen. Mit ihren schimmernden
Blütentrichtern und dem eleganten grasartigen
Laub sind sie echten Lilien und anderen
Prachtstauden an Attraktivität mindestens
ebenbürtig, in puncto Pflegeleichtigkeit aber
haushoch überlegen.
Überwältigende
Sortenvielfalt
Der geringe
Pflegeaufwand ist das eine, vor allem die
riesige Sortenvielfalt aber fasziniert an
Taglilien. Große oder kleine Blüten,
einfache oder verspielte, schlanke oder
breite – und das in unzähligen Farbtönen und
teilweise mit Duft – weltweit gibt es
zigtausend Sorten, allein bei der
Amerikanischen Hemerocallis Gesellschaft sind
über 81.000 registriert. Die Farbpalette
hält unzählige Varianten bereit, von Weiß
über unterschiedlichste Gelb-, Orange-, Rot-
und Violetttöne bis hin zu mehrfarbigen
Sorten. Die Blütengröße reicht von
niedlichen
4 cm Durchmesser bis zu sagenhaften 20 cm,
die Form von einfachen schmalen
Blütenblättern über gefüllte oder gerüschte
Varianten bis hin zu sogenannten UFOs –
ungewöhnlichen Formen, die beispielsweise
sehr lange gedrehte Blütenblätter besitzen.
Wochenlang konkurrenzlos schön
Dass jede einzelne Taglilienblüte
tatsächlich nur einen Tag lang hält, fällt
angesichts der überwältigenden Blütenfülle
gar nicht weiter auf. Ihr attraktives
grasartiges Laub kaschiert ganz neben die oft
verkahlenden Stängel von Phlox und Astern.
Besonders auffällige Sorten lassen sich eher
mit schlank-aufrecht wachsenden Ziergräsern
kombinieren, damit nichts von den
beeindruckenden Blüten ablenkt.
Blüten zum Schwelgen und Naschen
Taglilienblüten sind essbar und in Maßen
genossen gut bekömmlich. Ihre Blütenblätter
sind schön knackig und schmecken je nach
Sorte sehr unterschiedlich, teils sogar recht
scharf. |
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